Restrukturierungsprogramm verabschiedet
Ein umfassendes Restrukturierungspaket soll den Praktiker Konzern mittelfristig wieder zu wirtschaftlichem Erfolg führen. Dazu wurde der Vorstand verkleinert: Michael Arnold, bisher zuständig für das Auslandsgeschäft, das Standortmanagement und den Personalbereich und Pascal Warnking, bisher verantwortlich für das gesamte Deutschlandsgeschäft, sind aus dem Vorstand ausgeschieden. Ab sofort zeichnet Thomas Fox für das gesamte operative Geschäft im In- und Ausland verantwortlich.
Die Positionierung der beiden Marken Praktiker und Max Bahr bleibt bestehen, die Markenprofile werden aber weiterentwickelt. Bei Max Bahr werden die Dienstleistungsangebote für den Kunden ausgeweitet, Praktiker setzt stärker auf den selbsterklärenden, diskontierenden Baumarkt mit einfacher Kundenführung, einer vereinfachten Preis-, Qualitäts- und Markenstruktur sowie einer durchgängigen Präsentation der Eigenmarke Praktiker. Bereits Anfang 2012 sollen die ersten Märkte vollständig umgerüstet sein. Mehr als 300 Millionen Euro will das Unternehmen dazu in den nächsten drei Jahren aufwenden. Märkte, die dauerhaft und ohne Aussicht auf Besserung Verluste erwirtschaften, sollen geschlossen werden. Etwa 15 Prozent der derzeit 236 Märkte sollen dahingehend überprüft werden.
Darüber hinaus werden die beiden bisherigen deutschen Zentralen der Vertriebslinien Praktiker (Kirkel, Saarland) und Max Bahr (Hamburg) zu einer einzigen Konzernzentrale mit Sitz in Hamburg zusammengelegt. Wegen anhaltenden Mangels an Ertragskraft wird sich Praktiker zudem aus Albanien zurückziehen und weitere Auslandsengagements auf den Prüfstand stellen.



