BMEL ändert Tierschutz-Hundeverordnung

6. Dezember 2021

Mit der Änderung der Tierschutz-Hundeverordnung will das Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den Tierschutz in der Hundehaltung und Hundezucht verbessern. In der neuen Verordnung, die zum Jahreswechsel in Kraft tritt, werden die Anforderungen an die Hundezucht verschärft, unter anderem um eine ausreichende Sozialisation der Hundewelpen gegenüber dem Menschen und Artgenossen sowie eine Gewöhnung an Umweltreize zu gewährleisten.

In der gewerbsmäßigen Hundezucht darf eine Betreuungsperson künftig maximal drei Würfe gleichzeitig betreuen. Eine Mindestzeit von vier Stunden für den täglichen Umgang mit den Welpen wird vorgegeben. Dies gilt sowohl für gewerbsmäßige als auch private Züchter.

Die Anbindehaltung von Hunden wird grundsätzlich verboten. Da zum Schutz von Nutztieren vor Wolfsangriffen zunehmend Herdenschutzhunde eingesetzt werden, werden für deren Haltung nunmehr spezielle Regelungen getroffen, um ihrer besonderen Arbeitsweise Rechnung zu tragen.

Zudem wird für Hunde, die Qualzuchtmerkmale aufweisen, ein Ausstellungsverbot erlassen. Das Ausstellungsverbot ist dabei nicht auf reine Zuchtausstellungen beschränkt, sondern umfasst alle Veranstaltungen, bei denen eine Beurteilung, Prüfung oder ein Vergleich von Hunden stattfindet, wie z. B. Zuchtleistungsprüfungen und Hundesportveranstaltungen. Das bereits geltende Ausstellungsverbot für tierschutzwidrig amputierte Hunde wird ebenfalls auf sonstige Veranstaltungen ausgedehnt.

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