Forderungen zum Koalitionsvertrag

20. November 2018

Der Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz (BNA) hat zu den tier- und artenschutzpolitischen Zielen aus dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung Stellung genommen und seine Erwartungen an die politischen Entscheidungsträger auf Landes- und Bundesebene formuliert. „Es sind enorme Anstrengungen notwendig, um dem Heimtierschutz in Deutschland Rechnung zu tragen und darüber hinaus dafür zu sorgen, dass Heimtiere zukünftig tiergerecht gehalten werden“, erklärt der BNA. Die Sachkunde steht hierbei aus Sicht des BNA im Mittelpunkt einer fachkundigen Fürsorge für das Tier.

Damit Deutschland beim Tierschutz tatsächlich eine Spitzenposition einnehmen kann, müsse nach Meinung des BNA die Politik dafür die Voraussetzungen schaffen. So fordert der BNA eine Erhöhung des Anteils an tiergerechtem Zubehör im Handel. Zudem sollten nach Auffassung des BNA, potenzielle Qualzuchten wissenschaftlich dokumentiert und gegebenenfalls auch verboten werden.

Auch fordert der BNA die Schaffung rechtlicher und personeller Grundlagen, um Tierbörsen effektiver kontrollieren und die Tierbörsenleitlinien konsequent umsetzen zu können. Darüber hinaus sollte das Anbieten und Transportieren von Tieren bei Privatverkäufen in einem kontrollierbaren Umfeld geschehen.

Eine weitere Forderung des BNA ist die finanzielle Unterstützung anerkannter und registrierter Tierheime und Auffangstationen, die über die entsprechende Sachkunde und Infrastruktur verfügen. Auch sollten nach Auffassung des BNA Haltungsverbote durch Positiv- oder Negativlisten verhindert werden, da sie die Tierhaltung in die Illegalität drängen würden und dem Tierschutz damit diametral entgegenstünden.

Zudem plädiert der BNA für eine konsequente Umsetzung des Artenschutzes, die aber durch einen Bürokratieabbau effizienter gestaltet werden sollte. Auch solle die Sachkunde bei Veterinären, im Zoofachhandel und bei den privaten Tierhaltern ausgebaut werden.

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