Fressnapf unterstützt BPT-Initiative gegen Antibiotika-Verbot

31. August 2021

Die Fressnapf-Gruppe und die Activet Tierarztpraxen unterstützen die Initiative und Unterschriftenkampagne des Bundesverbands Praktizierender Tierärzte (BPT), die sich gegen ein Anwendungsverbot bestimmter Antibiotika innerhalb der EU ausspricht.

Basierend auf der EU-Tierarzneimittelverordnung 2019/6 hat der Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit des EU-Parlaments (ENVI) Mitte Juli über eine nachfolgende Verordnung abgestimmt. Der hieraus hervorgehende Entschließungsantrag sieht ein Anwendungsverbot von verschiedenen Antibiotika vor. Ziel ist es, Antibiotikaresistenzen beim Menschen durch die Reduzierung des entsprechenden Medikamenteneinsatzes bei Tieren zu verhindern.

Eine Differenzierung zwischen Nutz- und Heimtieren findet nicht statt. Für die im Antrag enthaltene Ausnahmeregelung, die die Behandlung einzelner Tiere mit den verbotenen Antibiotika ermöglichen soll, ist eine Änderung der übergeordneten Verordnung (EU) 2019/6 erforderlich.

Die Fressnapf-Gruppe und Activet sprechen sich ausdrücklich für einen reflektierten und fokussierten Einsatz von Antibiotika auf Basis einer tierärztlichen Diagnose und Verordnung aus, die im Einzelfall immer abgewogen werden muss. Sollte der Einsatz jedoch gesetzlich ausgeschlossen werden, können Nutz- und insbesondere Heimtiere im Krankheitsfall unter Umständen nicht adäquat behandelt werden. Dies kann schlimmstenfalls zur Einschläferung des Tieres führen, wenn eine notwendige Behandlung mangels entscheidender Medikamente nicht durchführbar ist.

Hier geht`s zur Aktionsseite des BPT

Tags:

Weitere News ( News Archiv )