Haustier-Studie 2021

8. Dezember 2021
Was bewegt Heimtierhalter*innen? -Die aktuelle Haustier-Studie gibt darauf Antworten. Bild: Adobe stock

Was bewegt Heimtierhalter*innen? -Die aktuelle Haustier-Studie gibt darauf Antworten. Bild: Adobe stock

 

Die Haustier-Studie 2021 der Takefive-media in Kooperation mit HorseFuturePanel geht der aktuellen Stimmungslage von Heimtierhalter*innen auf den Grund und zeigt Trends der Haustierhaltung für die Zukunft auf.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie: Tierschutz und eine artgerechte Tierhaltung sind Themen, die Haustierhalter*innen hierzulande stark beschäftigen und bei denen sie einen verstärkten Informationsbedarf sehen. Außerdem spielen die Herkunft von Rohstoffen und Umstände der Produktion sowie Aspekte der Nachhaltigkeit eine wachsende Rolle, wenn es um die Auswahl passender Futtermittel, Snacks oder entsprechenden Zubehörs geht.

96 Prozent der Befragten gaben an, dass Haustiere einen positiven Einfluss auf das körperliche und seelische Wohlbefinden des Menschen haben und 83 Prozent betonen die Bedeutung für den Nachwuchs, wenn sie der Aussage zustimmen, dass Haustiere insbesondere Kinder lehren, Verantwortung zu übernehmen. Für 80 Prozent der Befragten ist das Haustier ein Familienmitglied. Im Durchschnitt beschäftigen sich Haustierhalter*innen in Deutschland täglich 2,9 Stunden mit ihrem Tier.

Des Weiteren gaben 57 Prozent (gegenüber 53 Prozent im Vorjahr) an, dass ihrer Meinung nach immer mehr Haustierhalter*innen über unzureichende Fachkenntnisse rund um die artgerechte Haustierhaltung verfügen. 52 Prozent sehen einen Bewegungsmangel bei Haustieren und nur 28 Prozent stimmen der Aussage zu, dass Haustiere überwiegend ihrer Art entsprechend gehalten werden. Demgegenüber lehnt die Mehrheit eine stärkere staatliche Reglementierung der Haustierhaltung ab und nur 28 Prozent stimmen dieser zu.

Was das Informations- und Kommunikationsverhalten betrifft, so fühlen sich 87 Prozent der Befragten sehr gut informiert. Bevorzugte Informationsquellen sind die Beratung und Aufklärung durch Tierärzt*innen (63 Prozent), das Internet (57 Prozent) und Gespräche mit anderen Haustierbesitzer*innen (50 Prozent). 76 Prozent halten eine Information für verlässlich, wenn sie wissenschaftlich bewiesen ist. Bei der Frage, durch welche Expert*innen Tierhalter*innen persönlich oder online Hilfe in Anspruch nehmen, belegen Tierärzt*innen mit 88 Prozent bei der persönlichen Beratung den ersten Platz, gefolgt von Expert*innen aus dem Fachhandel und Tiertrainer*innen. Bei der Online-Beratung haben Futtermittelexpert*innen mit 24 Prozent die Nase vorn. Influencer*innen bzw. Petfluencer*innen erreichen lediglich 6 Prozent (persönliche Beratung) bzw. 11 Prozent (Online-Beratung).

81 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass Haustiere gerade zu Zeiten der Corona-Pandemie vor Einsamkeit schützen. 68 Prozent sehen aufgrund illegalen Tierhandels negative Auswirkungen des Haustier-Booms auf den Tierschutz. Als größte Herausforderungen für die Haustierhaltung in Deutschland werden der illegale Handel von Haustieren (78 Prozent), die Qualzucht von Haustieren (65 Prozent) sowie die Sicherstellung des Tierwohls (58 Prozent) wahrgenommen.

Bei Kaufentscheidungen für Heimtierprodukte rangiert an erster Stelle die Qualität der Produkte (79 Prozent), gefolgt vom Preis-Leistungsverhältnis (68 Prozent). 44 Prozent der Befragten wären dazu bereit, für ein nachhaltig hergestelltes Produkt mehr zu bezahlen. Und hier sind es im Schnitt Mehrkosten von 15 Prozent, die Haustierhalter*innen bereit wären zu zahlen. Rund ein Viertel der Befragten hat sich bereits mit alternativen Proteinquellen in der Haustierfütterung befasst. Sind es bisher lediglich 5 Prozent der Befragten, die alternative Proteinquellen füttern, so wären weitere 23 Prozent bereit dazu.

68 Prozent der Befragten gaben an, ihr Einkaufsverhalten während der Corona-Pandemie nicht geändert zu haben. Viele unter ihnen bevorzugen den stationären Einzelhandel. 20 Prozent der Befragten jedoch kaufen ihren Tierbedarf aufgrund der Pandemie-Situation vermehrt online ein.

Für die Studie wurden zwischen dem 23. August und dem 27. September deutschlandweit 1.240 Menschen befragt. Die Haustier-Studie 2021 wird von den Unternehmen Bosch Tiernahrung, BTG Beteiligungs GmbH, Dr. Clauder’s, Interquell, Mars Petcare, Trixie Heimtierbedarf und Zookauf unterstützt. Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie sowie Infografiken finden Interessierte hier: https://takefive-media.de/studienprojekte/


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