IVH + ZZF: „Fachgeschäfte für den Heimtierbedarf müssen offengehalten werden“

13. April 2021
Eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes könnte zur Schließung des Zoofachhandels bei einer Corona-Inzidenz über 100 an drei aufeinander folgenden Tagen führen. Bild: Adobe stock

Eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes könnte zur Schließung des Zoofachhandels bei einer Corona-Inzidenz über 100 an drei aufeinander folgenden Tagen führen. Bild: Adobe stock

Der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) und der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) kritisieren den Entwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Demnach soll die Öffnung von Ladengeschäften und Märkten mit Kundenverkehr für Handels-, Dienstleistungs- und Handwerksangebote in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit einer Corona-Inzidenz über 100 an drei aufeinander folgenden Tagen untersagt werden. Während der Lebensmitteleinzelhandel hiervon ausgenommen bleibt, sind in der Entwurfsfassung, abweichend von den bisherigen Corona-Beschlüssen der Ministerpräsidenten, für Tierbedarfsmärkte und Futtermittelmärkte keine Ausnahmen mehr vorgesehen.

Die Verbände ZZF und IVH weisen darauf hin, dass eine Schließung von Fachgeschäften für den Heimtierbedarf die notwendige Grundversorgung der Heimtiere gefährden würde.

„Heimtiere sind ganz überwiegend Familienmitglieder – deren wertvolle Rolle gerade in den zurückliegenden Corona-Zeiten uns allen bewusst geworden ist. Es sollte daher außer Frage stehen, dass ihre Versorgung im gleichen Maße uneingeschränkt sichergestellt werden sollte. Wir appellieren daher dringend, Tierbedarfsmärkte – wie in allen bisherigen Corona-Beschlüssen – auch im Rahmen der geplanten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes dem Lebensmittelhandel weiterhin ausdrücklich gleichzustellen“, so IVH-Vorsitzender Georg Müller.

ZZF-Präsident Norbert Holthenrich erklärt: „So wie Menschen ihre persönlichen Grundbedürfnisse über den Lebensmitteleinzelhandel und die Apotheken decken, kann der notwendige Ernährungsbedarf von Heimtieren ausschließlich über den Zoofacheinzelhandel gedeckt werden. Der Zoofachhandel muss in der Pandemie als Versorgungsstelle des täglichen Bedarfs von Heimtieren für Tierhalter zugänglich bleiben und wurde richtigerweise von Anfang an als systemrelevant eingestuft. Schließlich würde es dem Tierwohl und der Gesundheit der Heimtiere zuwiderlaufen, wenn Zoofachgeschäfte für mehrere Tagen nicht öffnen dürfen.“

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