Karlie Group beantragt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung

8. Dezember 2016

Die Geschäftsführung der Karlie Group GmbH hat am 7. Dezember beim zuständigen Amtsgericht in Paderborn einen Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Unternehmen wird dabei von den Rechtsanwälten und Sanierungsexperten Dr. Maximilian Pluta und Stefan Meyer von der Pluta Rechtsanwalts GmbH unterstützt. Das Gericht hat dem Antrag stattgegeben und Rechtsanwalt Dr. Jan Markus Plathner von Brinkmann & Partner zum vorläufigen Sachwalter bestellt.

Wie das Unternehmen mitteilt, liegt der Grund der Antragstellung im belgischen Teilkonzern (forumexpress.de 4. November 2016). Nachdem ein Mitgeschäftsführer der belgischen Zwischenholding (Karlie Flamingo Holding Belgien BVBA) nach Ansicht der Geschäftsführung einen unzulässigen Insolvenzantrag gestellt hat, wurde eine Kettenreaktion in Belgien ausgelöst, so dass die Insolvenz der dortigen operativen Gesellschaft nicht mehr verhindert werden konnte. Die Umsetzung eines zuvor erarbeiteten Gesamtsanierungskonzepts inklusive der Refinanzierung der Unternehmensanleihe sei dadurch unmöglich geworden.

Mit dem jetzt eingeleiteten Schritt in ein geregeltes Verfahren soll die bereits weit vorangeschrittene bilanzielle Restrukturierung der Karlie Group in Eigenregie fortgesetzt werden. Das operative Geschäft der werthaltigen Tochtergesellschaft Karlie Flamingo GmbH (deutscher Teilkonzern) bleibt von der Antragstellung unberührt. In enger Abstimmung mit den Finanzierungspartnern sind alle Vorbereitungen getroffen, um den Geschäftsbetrieb der Karlie Flamingo GmbH nachhaltig zu sichern. Im Rahmen eines M&A Prozesses wird das Unternehmen einen langfristigen Partner suchen, um die positive operative Entwicklung von Karlie Flamingo weiter fortzusetzen.

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