Katzenhalter unterschätzen das Übergewicht ihres Tieres

29. Januar 2021

Eine bundesweit repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Uelzener Versicherung zeigt: Drei Viertel der Katzenhalter (74 %) halten ihre Katze für normalgewichtig. Nur knapp jeder Fünfte (17 %) sagt dagegen, dass seine Katze eher zu viel wiegt und 8 Prozent finden, dass ihre Katze zu wenig Gewicht auf die Waage bringt.

„Tatsächlich zeigen verschiedene wissenschaftliche Studien, dass der Anteil übergewichtiger Katzen höher liegt und bis zu 65 Prozent ausmacht“, sagt Dr. Britta Dobenecker, Fachtierärztin für Tierernährung & Diätetik und Stellvertretende Leiterin des Lehrstuhls für Tierernährung und Diätetik der Ludwig-Maximilians-Universität München.

„Oftmals schätzen die Halter übergewichtiger und selbst adipöser, sprich krankhaft übergewichtiger, Katzen den Ernährungszustand nicht richtig ein. Das ist auch aus der alltäglichen tierärztlichen Praxis bekannt und wird zudem durch wissenschaftliche Studien untermauert“, so Dr. Dobenecker. „Bei zwei übereinstimmenden Studien aus Frankreich bzw. Deutschland haben etwa zwei Drittel der befragten Halter nachgewiesenermaßen übergewichtiger Katzen angegeben, ihre Tiere seien normalgewichtig oder allerhöchstens ‚etwas zu kräftig‘.“

Die Gründe für diese Fehleinschätzung seien vielfältig. Vielen Katzenhaltern fehle die Sachkenntnis und sie erkennen einfach nicht, wenn die Katze Übergewicht hat. Oder das Bewusstsein für Gesundheitsvorsorge fehle. Andere empfinden Scham, dass die Katze zu dick ist und sie es nicht schaffen diesen Zustand zu ändern.


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