Politiker informieren sich über Assistenzhunde

10. Dezember 2014

Ausgebildete Assistenzhunde können in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen ein weitgehend selbstständiges Leben ermöglichen. Wie geschickt und gelehrig die Tiere dabei sind, demonstrierten Jasmin Stoiber, Kordula Bredenbals und Eileen Moritz vom Verein „Hunde für Handicaps“ mit ihren Assistenzhunden auf Einladung von Anette Kramme, parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Karl-Josef Laumann, Pflegebeauftragter der Bundesregierung sowie der Behindertenbeauftragten Verena Bentele.

Gefolgt waren der Einladung zahlreiche Bundestagsabgeordnete sowie Vertreter von Krankenkassen und dem Deutschen Tierschutzbund.

„Wir möchten dafür sensibilisieren, wie viel Unterstützung und Assistenzleistungen unsere Hunde erbringen und dass sie daher eine sozialrechtliche Gleichstellung mit Blindenführhunden verdienen. Unsere Forderung: Auch Assistenzhunde, die keine Blindenführhunde sind, sollen in den Hilfsmittelkatalog aufgenommen und als Krankenkassenleistung bezahlt werden“, erklärt Jasmin Stoiber, die im Rollstuhl sitzt und von ihrem ausgebildeten Golden Retriever Mars begleitet wurde. Bislang sind nur Blindenführhunde offiziell als Hilfsmittel anerkannt – eine Voraussetzung, damit die Krankenkassen Ausbildung und Unterhalt bezahlen.

Die Initiative Zukunft Heimtier unterstützt die Forderungen der Assistenzhund-Halter. „Alle Assistenzhunde, egal ob Blindenführhunde oder Behinderten-Begleithunde, ermöglichen ihren Haltern die Befriedigung von Grundbedürfnissen des täglichen Lebens, zum Beispiel selbstständiges Wohnen“, sagt Rolf Zepp von der Mars-Initiative Zukunft Heimtier. „Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass alle Assistenzhunde sozialrechtlich als Hilfsmittel eingestuft werden und mehr Rechte erhalten.“


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