Politische Gespräche zu Invasiven Arten und CITES

4. Dezember 2018
Karim Daoues (La Ferme Tropicale, Frankreich), Volker Ennenbach (Das Tropenparadies), Dr. Martin Singheiser (BNA), Martin Höhle (DVTH), Dr. Jim Collin (Sustainable Users Network, Großbritannien) (von links).

Karim Daoues (La Ferme Tropicale, Frankreich), Volker Ennenbach (Das Tropenparadies), Dr. Martin Singheiser (BNA), Martin Höhle (DVTH) und Dr. Jim Collin (Sustainable Users Network, Großbritannien) in Brüssel (von links).

Am 20. November konnten der Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz (BNA), vertreten durch Geschäftsführer Dr. Martin Singheiser, und der Dachverband der Tierhalter (DVTH), repräsentiert durch Martin Höhle, in Brüssel Gespräche über Invasive Arten sowie das Washingtoner Artenschutzabkommen führen. Weitere Teilnehmer von Verbandsseite waren Dr. Jim Collin (Sustainable Users Network SUN, Großbritannien), Volker Ennenbach (Das Tropenparadies, Oberhausen) sowie Karim Daoues (La Ferme Tropicale, Frankreich).

Das Thema Invasive Arten wurde mit dem Vertreter der Europäischen Kommission kontrovers diskutiert. Das Konzept zu den Invasiven Arten wurde von den Verbandsvertretern nicht in Frage gestellt, jedoch kristallisierten sich teils deutliche Unterschiede in der Bewertung sowie der Vorgehensweise in den Risikoabschätzungen heraus: Die Europäische Kommission wendet nach wie vor strikt das Vorbeugeprinzip an, welches besagt, dass schon das Potential einer Art, zukünftig unter bestimmten Voraussetzungen in kleineren Teilen des EU-Gebietes invasiv werden zu können, die Listung als Invasive Art rechtfertigt. Damit sind dann jedoch vielfältige Einschränkungen wie Haltungsbeschränkungen, Vermehrungs-, Vermarktungs- und Transportverbote für Zoologische Einrichtungen, Halter und den Handel verbunden.

Von Verbandsseite wurde gefordert, mögliche Listungen auf einer soliden und realistischen Risikoabschätzung fußen zu lassen.

Bei dem Thema „Washingtoner Artenschutzabkommen und CITES“ mit dem neuen Leiter der Arbeitsgruppe ging es um einen bidirektionalen Austausch zu illegalem Tierhandel, möglichen Zuchtprogrammen für die Arterhaltung und Beiträge von privaten Tierhaltern zum Artenschutz. Auch Erfahrungen in der praktischen Umsetzung von Herkunftsnachweisen nach Hochstufungen bei artgeschützten Tieren wurden angesprochen.

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