SPD fordert Importverbot von Wildfängen

21. November 2013

Aus einer Pressemitteilung von Katharina Reiche (CDU) und Ute Vogt (SPD) der Koalitionsverhandlungsgruppe Umwelt und Landwirtschaft vom 4. November geht hervor, dass die Koalitionsverhandlungsgruppe Umwelt und Landwirtschaft das Thema Importverbot von Wildfängen aufgegriffen hat.

Nach Auffassung des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) könnte ein generelles Verbot des Handels mit Wildfängen die Biotope dieser Arten gefährden und so deren Rückgang bis hin zum Aussterben beschleunigen, Entwicklungshilfe behindern sowie das Niveau der Biodiversitäts-Forschung um Jahrzehnte zurückwerfen.

„Ein Verbot der Einfuhr von Wildfängen würde die Grundlagen vor allem der Hobbys Aquaristik und Terraristik zerstören, die von Millionen Heimtierbesitzern verantwortungsvoll ausgeübt werden. Nachzuchtbemühungen würden behindert, da bei vielen Heimtierarten die Nachzuchtpopulation noch recht klein ist und ohne gelegentliche Einkreuzung von Wildfängen Inzuchtdepressionen drohen“, erklärt Norbert Holthenrich, Präsident des ZZF.

Der Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz e. V. (BNA) hat den Parteien eine schriftliche Stellungnahme zukommen lassen, in der ausführlich auf die Auswirkungen des geforderten Importverbotes hingewiesen wurde und hervorgehoben, dass ein Importverbot gegen geltendes EU-Recht verstoßen würde. Als am 18. November die Arbeitsgruppe erneut zusammen kam, konnte sich die CDU mit dem BNA-Vorschlag anfreunden, die SPD lehnte jedoch erneut ab und war nicht bereit, einen Kompromiss einzugehen.


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