Tierheime am Limit

27. Juli 2022
Viele Tierheime sind komplett überfüllt. Bild: Adobe Stock

Viele Tierheime sind komplett überfüllt. Bild: Adobe Stock

Angesichts überfüllter Tierheime und steigender Kosten schlägt der Deutsche Tierschutzbund Alarm. Viele Tierheime seien bereits jetzt komplett überfüllt oder mussten Aufnahmestopps verhängen.

Als einen der Gründe dafür nennt der Tierschutzbund die Abgabe der unüberlegt in der Coronazeit angeschafften Tiere. Zudem rechnet der Tierschutzbund damit, dass steigende Energiepreise, höhere Kosten für Tierfutter und für Tierärzte durch die geplante Anpassung der Gebührenordnung sowie die Anhebung des Mindestlohns die Situation in Richtung Herbst noch verschärfen werden. Wenn aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland infolge des Krieges in der Ukraine auch die Einnahmen durch Spenden zurückgehen, steht der karitative Tierschutz in Deutschland vor dem Kollaps.

„Die Tierheime geben alles, um jedem Tier eine sichere Obhut zu bieten. Sie müssen jedoch gerade ausbaden, was die politisch Verantwortlichen in Kommunen, Bund und Ländern trotz aller Mahnungen versäumt haben: Die Tierheime finanziell kostendeckend auszustatten, den Handel und die Haltung von Heimtieren zu regulieren, den Onlinehandel mit Tieren zu verbieten und einen verpflichtenden Sachkundenachweis für Tierhalter einzuführen. Viele der Tiere, die als indirekte Corona-Opfer ins Tierheim kommen, sind zudem betreuungsintensiv, insbesondere die vielen Welpen aus tierschutzwidrigen Transporten“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.


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