Weniger Diebstahl im Corona-Jahr

8. Juli 2021
Die Anzahl der angezeigten Ladendiebstähle ist erneut gesunken. Bild: Adobe Stock

Die Anzahl der angezeigten Ladendiebstähle ist erneut gesunken. Bild: Adobe Stock

Wie aus der aktuellen Studie des EHI Retail Institute hervorgeht, ist die Summe der Inventurdifferenzen im Einzelhandel im Corona-Jahr 2020 um rund 5 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro zurückgegangen. Der darin enthaltene Verlust durch Diebstahl beträgt 3,36 Milliarden Euro, etwa 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Den Ergebnissen der EHI-Studie „Inventurdifferenzen 2021” zufolge wurden von Kundinnen und Kunden im letzten Jahr Waren im Wert von 2,16 Milliarden Euro gestohlen, für 885 Millionen waren die eigenen Mitarbeitenden verantwortlich und 315 Millionen Verlust gehen auf Diebstähle durch Lieferanten und Servicekräfte zurück. 840 Millionen Euro Schaden entstanden durch organisatorische Mängel, beispielsweise durch falsche Preisauszeichnungen.

Auch die Anzahl der angezeigten Ladendiebstähle ist erneut gesunken, um 6,69 Prozent. Die einfachen Ladendiebstähle sind dabei um 6,72 Prozent auf insgesamt 283143 Fälle zurückgegangen. Während die einfachen Fälle in den vergangenen 10 Jahren um knapp 25 Prozent abgenommen haben, entwickelt sich die Anzahl der angezeigten schweren Ladendiebstähle längerfristig betrachtet negativ, so die Studie.

Um ihre Waren vor Diebstahl zu schützen, gaben die Handelsunternehmen in Deutschland im letzten Jahr im Durchschnitt aller Branchen etwa 0,30 Prozent ihres Umsatzes aus, etwa 10 Prozent weniger als in den Vorjahren. Demnach steckte der Handel 1,3 Milliarden Euro in Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen wie Artikelsicherung, Kameraüberwachung oder Detektiveinsätze. Addiert man diese Kosten mit dem gesamten Verlust durch Inventurdifferenzen, so sind dem Handel letztes Jahr insgesamt 5,5 Milliarden Euro bzw. 1,26 Prozent seines Umsatzes entgangen.

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