Zoofachhandel und Hundesalons weiterhin geöffnet

23. April 2021
Der Zoofachhandel darf nach der Anpassung des Infektionsschutzgesetzes weiter geöffnet bleiben. Bild: fotolia

Der Zoofachhandel darf nach der Anpassung des Infektionsschutzgesetzes weiter geöffnet bleiben. Bild: fotolia

Der Bundesrat hat die am 21. April im Bundestag beschlossene „Corona-Notbremse“ in Form der Anpassung des Infektionsschutzgesetzes gebilligt. Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen den Schwellenwert von 100, so gelten dort ab dem übernächsten Tag zusätzliche Maßnahmen. Sinkt in dem entsprechenden Landkreis oder der kreisfreien Stadt die 7-Tages-Inzidenz unter den Wert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen, so tritt dort ab dem übernächsten Tag die Notbremse außer Kraft.

Zu den zusätzlichen Maßnahmen zählt, dass die Öffnung von Ladengeschäften und Märkten mit Kundenverkehr für Handelsangebote untersagt ist. Davon ausgenommen sind unter anderem der Lebensmittelhandel und Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und Gartenmärkte. Diese dürfen also unabhängig von Inzienzzahlen geöffnet bleiben, allerdings mit den Maßgaben, dass der Verkauf von Waren, die über das übliche Sortiment des jeweiligen Geschäfts hinausgehen, untersagt ist. Zudem muss für die ersten achthundert Quadratmeter Gesamtverkaufsfläche eine Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden je 20 Quadratmeter Verkaufsfläche und oberhalb einer Gesamtverkaufsfläche von achthundert Quadratmetern eine Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden je 40 Quadratmeter Verkaufsfläche eingehalten werden.

Hundesalons dürfen ab einem Inzidenzwert von 100 Kunden nur noch empfangen, wenn diese einen negativen Corona-Test vorlegen und einen Termin gebucht haben. Ab einer Inzidenz von 150 ist nur noch die Übergabe des Hundes möglich.

Wie der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) betont, waren die Ausnahmen für Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und Gartenmärkte ursprünglich nicht in dem Gesetzentwurf vorgesehen. „Aufgrund des nachdrücklichen Eintretens des ZZF und anderer Verbände wie IVH und HDE konnte die Politik von den dargelegten Argumenten überzeugt werden“, erklärt der ZZF.

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