ZZF-Symposium: „Die meisten Zoonosen sind harmlos“

12. November 2009
ZZF-Präsident Klaus Oechnser (v.) beim ZZF-Fachsymposium im Kassel.

ZZF-Präsident Klaus Oechnser (v.) beim ZZF-Fachsymposium im Kassel.

Auf dem am 7. und 8. November in Kassel veranstalteten 14.Symposium des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) tauschten sich 83 Tierärzte und Zoofachhändler über die Vermeidung von Zoonosen aus. Ihr Fazit: Die meisten Zoonosen sind harmlos und eine sorgfältige Hygiene kann eine Ansteckung verhindern. Das Risiko, an so genannten Zoonosen zu erkranken, die von Fischen, Amphibien, Reptilien, Kleinsäugern und Vögeln übertragen werden können, sei kein Grund, auf die Nähe zu einem Heimtier zu verzichten. Die tierärztlichen Referenten des Symposiums waren sich darin einig, dass eine sorgfältige Hygiene das A und O bei der Heimtierhaltung ist. Dazu gehören eine regelmäßige Reinigung der Tierbehausungen sowie Hände waschen vor und nach dem Tierkontakt.
Zoofachhändler sollten ihre Mitarbeiter aufklären, worauf sie bei der Hygiene achten müssen. „Es ist wichtig, das Personal schon bei der Einstellung untersuchen zu lassen, damit mögliche spätere Krankheiten bei der Berufsgenossenschaft auch als Berufskrankheit geltend gemacht werden können“, sagte die Amts-Veterinärin Dr. Ines Bolle. Um den Verursacher von Viren und Bakterien ausfindig zu machen, sollte man immer auch über die hygienischen Zustände bei Züchtern und Zulieferern Bescheid wissen. Tierärztin Anke Beuch-Ahrend riet Zoofachhändlern, einen Reinigungsplan aufzustellen und den Bestand der Tiere zu dokumentieren. Bei Arbeiten im Aquarium sollten Handschuhe getragen werden, um sich nicht mit möglichen Erregern im Wasser zu infizieren.
Übereinstimmend forderten die Symposiums-Referenten eine verstärkte interdisziplinäre Zusammenarbeit der Mediziner. Heimtierhalter sollten bei einer humanärztlichen Untersuchung darauf hinweisen, dass sie ein Tier besitzen. Richard Wildeus, ZZF-Geschäftsführer, ging in seinem Vortrag auf haftungs- und gewährleistungsrechtliche Aspekte beim Tierverkauf ein. Das Symposium wird mit sieben Stunden als Fortbildung bei der Akademie für tierärztliche Fortbildung (ATF) anerkannt.


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