ZZF warnt vor pauschalen Einschränkungen beim Handel mit Wildtieren

14. Juli 2020
Der ZZF fordert eine differenzierte Diskussion über das Risiko von Zoonosen beim Handel mit als Heimtieren gehaltenen Wildtieren. Bild: Adobe Stock

Der ZZF fordert eine differenzierte Diskussion über das Risiko von Zoonosen beim Handel mit als Heimtieren gehaltenen Wildtieren. Bild: Adobe Stock

Die Corona-Krise brachte eine wichtige Diskussion über Auswirkungen von Eingriffen des Menschen in die Natur in Gang: Im Zuge dessen macht der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) darauf aufmerksam, dass dabei zwangsläufige Kontakte mit wildlebenden Tieren und deren Verzehr nach unhygienischer Zubereitung eine Rolle bei der Entstehung und Verbreitung von zoonotischen Krankheitserregern spielen können. Der ZZF warnt jedoch davor, den Handel mit lebenden Wildtieren als Ursache für die Verbreitung von Zoonosen oder gar für die Entstehung von Pandemien auszumachen und deshalb verbieten zu wollen.

Wie der ZZF erklärt, haben als Heimtiere gehaltene Wildtiere bei der Entstehung von Pandemien bislang keine Rolle gespielt und werden nach derzeitiger wissenschaftlicher Kenntnislage auch in Zukunft keine Rolle spielen. Der ZZF erläutert dies in einer sechsseitigen Stellungnahme mit zahlreichen Zitaten aus wissenschaftlichen Quellen, die der Verband Anfang Juli an politische Gremien verschickt hat.

In seiner Stellungnahme fordert der Verband eine auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierende Debatte und gibt zu bedenken, dass weitere Auflagen im Zoofachhandel dazu führen würden, dass immer mehr Tiere über unkontrollierte Kanäle gehandelt werden.

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