NABU und NABU|naturgucker rufen zusammen mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover dazu auf, die Spinnentiere zu melden. Bild: Adobe Stock
NABU und NABU|naturgucker rufen zusammen mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover dazu auf, die Spinnentiere zu melden. Bild: Adobe Stock

Zecken knipsen für die Wissenschaft

Wer gefundene Zecken fotografiert und meldet, kann jetzt der Wissenschaft helfen. NABU und NABU|naturgucker rufen zusammen mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover erneut zu einer Zecken-Meldeaktion auf.

„Wir möchten untersuchen, wie sich im Zuge des Klimawandels die geografische Verbreitung von Buntzecken und anderen Zeckenarten in Deutschland weiterentwickelt”, so Theresa Seidel, NABU-Expertin für Citizen Science. „Anders als früher sind Zecken heute aufgrund der höheren Temperaturen nicht saisonal, sondern ganzjährig unterwegs. Darum können Zeckenfunde auch jederzeit gemeldet werden.“

20 Zeckenarten gibt es derzeit in Deutschland. Durch ihren Stich können sie Krankheiten wie Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Seit einigen Jahren bekommen Holzbock (Ixodes ricinus) und Co. zunehmend Gesellschaft aus dem Mittelmeerraum und Südosteuropa. Damit kommen auch neue Krankheitserreger zu uns.

„Wir möchten vor allem Menschen mit Hunden oder Katzen dazu aufrufen, an unserer Meldeaktion teilzunehmen. Detaillierte Angaben zu den Beobachtungen sind dabei von großer Bedeutung. Unser Meldeformular sollte daher vollständig ausgefüllt werden“, so Seidel. „Da Zecken oft erst einige Zeit nach einem Spaziergang oder einer Reise entdeckt werden, kann es sein, dass der Fundort nicht mit dem Ort übereinstimmt, an dem die Zecke gelebt hat. Diese Angaben sind wichtig, wenn Zeckenarten in Gegenden gefunden werden, in denen es sie vorher noch nicht gab.“ 

Hier geht`s zur Zeckenmeldung