Trauriger Rekord beim Ladendiebstahl
Wie die aktuelle Studie des Handelsforschungsinstitutes EHI deutlich macht, gingen im vergangenen Jahr erstmals Waren im Wert von über drei Milliarden Euro durch Ladendiebstahl an den Kassen vorbei. Damit erhöhte sich der wirtschaftliche Schaden im Vergleich zu 2022 um insgesamt 25 Prozent. Ein Drittel der Schäden wird dabei durch organisierte Kriminalität verursacht.
„Ladendiebstahl ist kein Kavaliersdelikt und der jährliche Schaden, der dadurch entsteht, muss die Politik endlich wachrütteln. Seit Ende der Corona-Pandemie 2023 nehmen die Ladendiebstähle wieder massiv zu. Es ist daher höchste Zeit, dass die politisch Verantwortlichen reagieren und mit entschlossenen Maßnahmen entgegenwirken“, so der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth.
Registriert wurden im vergangenen Jahr insgesamt rund 380.000 Ladendiebstähle. Die geschätzte Dunkelziffer ist laut EHI aber viel höher. „Viele Händler sind frustriert, weil Anzeigen selten zu einer Verurteilung und Sanktionierung der Täter führen und ersparen sich daher den mit der Strafanzeige verbundenen bürokratischen Aufwand“, so Genth. Das EHI geht davon aus, dass jährlich 24,8 Millionen Diebstahlsdelikte im Einzelhandel unentdeckt bleiben, beziehungsweise nicht angezeigt werden.