Mehr Umsatz, aber weniger Ertrag
55 Prozent der Händler in Deutschland erwarten in den kommenden zwölf Monaten steigende Umsätze. Gleichzeitig rechnen 62 Prozent mit sinkenden Handelsspannen. Das sind die Ergebnisse des Unzer-Handelsreport 2026, zudem das IFH Köln im Juli insgesamt 109 Händler in Deutschland zu ihrer wirtschaftlichen Lage, Zahlungsarten und dem Thema Buy Now, Pay Later befragt hat.
91 Prozent geben an, dass steigende Preise ihr Geschäft belasten. 84 Prozent sehen die allgemeine Kaufzurückhaltung als große oder eher große Herausforderung, 83 Prozent nennen die hohe Preissensibilität ihrer Kunden als prägend.
81 Prozent der Befragten haben die Verknüpfung ihrer Verkaufs- und Kommunikationskanäle bereits umgesetzt, befinden sich in der Umsetzung oder planen sie. 29 Prozent der Befragten bespielen ihre Vertriebskanäle weiterhin getrennt voneinander. Als Hürden nennen Händler vor allem fehlende Fachkräfte, den Aufbau neuer Kanäle und die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern. Gleichzeitig sehen 89 Prozent in einer zentral unterstützten, kanalübergreifenden Customer Journey eine höhere Kundenzufriedenheit.
53 Prozent der Befragten bieten ihren Kunden bereits Buy Now, Pay Later an, also beispielsweise Kauf auf Rechnung oder Ratenkauf. Weitere 15 Prozent planen die Einführung bis Ende 2026. Mehr als die Hälfte der Befragten sieht darin eine Möglichkeit, die Ausgabebereitschaft der Kunden zu erhöhen.
25 Prozent der befragten Händler bieten die europäische Bezahlmethode Wero bereits an, weitere 24 Prozent planen ihre Einführung bis Ende des Jahres. Gleichzeitig hat knapp ein Drittel derzeit keine Einführung geplant; knapp jeder Fünfte kennt Wero noch nicht.
Noch weiter reicht der Blick beim Thema Agentic Commerce. Dabei übernehmen KI-Assistenten im Auftrag von Kunden Teile des Einkaufs wie etwa Produktsuche, Preisvergleich oder künftig auch den Bezahlvorgang. 54 Prozent der Befragten halten das Thema in den kommenden ein bis drei Jahren für sehr oder eher relevant. Offen bleiben aus Sicht vieler Händler jedoch Fragen der Haftung, der technischen Integration und der sicheren Zahlungsfreigabe.
Unzer unterstützt Händler dabei, ihr Geschäft mit einfachen und integrierten Zahlungs- und Softwarelösungen zu digitalisieren. Die Plattform vereint Zahlungsabwicklung, Software und Finanzdienstleistungen in einem Ökosystem und ermöglicht es Händlern, online wie stationär zu verkaufen.