Forschungspreis zur Mensch-Tier-Beziehung ausgelobt
Tiergestützte Interventionen boomen. Allein in Deutschland gibt es mehrere Hundert Initiativen, Vereine und Fachkräfte, die in ihren Berufsfeldern Tiere einsetzen, um anderen Menschen zu helfen – vom Schulhund über Katzen in der Psychotherapie oder Kaninchen als Besuchstiere in Altenheimen. „Die Wirksamkeit des Kontakts mit Heimtieren wird jeden Tag in der Praxis bestätigt“, sagt Prof. Dr. Andrea Beetz, Vorsitzende des Forschungskreises in der Gesellschaft. „Viele der positiven Effekte sind wissenschaftlich aber noch nicht belegt. Daher möchten wir mit dem Erhard-Olbrich-Preis junge Wissenschaftler motivieren, diesem Themenbereich weiterhin ihre Aufmerksamkeit zu widmen.“
Der nach dem Begründer der Mensch-Tier-Forschung in Deutschland benannte Preis zeichnet Masterarbeiten, Promotionen und wissenschaftliche Veröffentlichungen aus. Inhaltlich sollten sie sich mit anthrozoologischen Themenstellungen auseinandersetzen und einen wertvollen Beitrag zur Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung leisten. Die Ausschreibung ist mit Preisgeldern von insgesamt 4.000 Euro dotiert, die der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) zur Verfügung stellt.
„Heimtiere haben eine positive Wirkung in so vielen Lebensbereichen“, sagt IVH-Geschäftsführerin Dr. Katrin Langner. „Wir hoffen, dass eine intensivere wissenschaftliche Erforschung dieser Effekte dazu beiträgt, dass auch der gesellschaftliche Stellenwert von Heimtieren größere Anerkennung erfährt – daher freuen wir uns sehr, die Preisgelder für den Erhard-Olbrich-Preis zur Verfügung zu stellen.“