Heimtiere in sozialen Netzwerken

20. September 2022
Vermeintlich lustige Tiervideos im Netz sind für die betroffenen Tiere nicht vergnüglich. Bild: Adobe Stock

Vermeintlich lustige Tiervideos im Netz sind für die betroffenen Tiere nicht immer vergnüglich. Bild: Adobe Stock

In einer Studie untersuchen derzeit Forschende der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo), wie Haustiere in Videos auf Social-Media-Plattformen dargestellt werden.

Sie analysieren, welche Inhalte als tierschutzrelevant einzuordnen sind und in welcher Häufigkeit sie stattfinden. In einer vorangegangenen Studie hatte sich nämlich gezeigt, dass häufig „lustige“ Tiervideos gemacht und ins Netz gestellt werden, die für die betroffenen Tiere alles anderes als vergnüglich sein und sogar Tiermisshandlungen beinhalten können. Schlimmer noch: Häufig regen solche in sozialen Netzwerken geteilten Machwerke Dritte dazu an, gleiche oder ähnliche Videos zu filmen und zu posten.

PD Dr. Michaela Fels und Tierärztin Alina Stumpf aus dem Institut für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie der Stiftung TiHo führen in dem Projekt „Umgang mit Haustieren in den sozialen Medien“ jetzt eine empirische Umfrage durch. Sie möchten wissen, welche persönlichen Erfahrungen User mit Tiervideos gemacht haben, wie sie diese wahrnehmen und wie sie selbst damit umgehen.

Die beiden Wissenschaftlerinnen werben explizit auch um Teilnahme von Menschen aus der Heimtierbranche, egal an welcher Stelle dort. Gerade unsere Branche nutzt Tiervideos und Petfluencer in sozialen Medien und für verschiedene Zwecke.

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die Volkswagen-Stiftung fördern das Projekt aus dem Niedersächsischen Vorab im Programm „Zukunftsdiskurse“.

Der Link zur Umfrage: www.tiho-hannover.de/umgang-haustiere.


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