Laut einer aktuellen Auswertung des Deutschen Tierschutzbundes sind die Zahlen beim  illegalen Handel mit Heimtieren wieder gestiegen. Bild: Adobe Stock / KI
Laut einer aktuellen Auswertung des Deutschen Tierschutzbundes sind die Zahlen beim illegalen Handel mit Heimtieren wieder gestiegen. Bild: Adobe Stock / KI

Illegaler Heimtierhandel nimmt zu

Laut einer aktuellen Auswertung des Deutschen Tierschutzbundes wurden im vergangenen Jahr mindestens 2.250 Tiere in 257 Fällen illegal gehandelt. In den meisten Fällen handelte es sich um Hunde. Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch weitaus höher liegen, da viele Fälle unentdeckt bleiben. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl an Fällen sowie die Anzahl illegal gehandelter Tiere wieder gestiegen – und damit auch das Leid der Tiere, die oft unter tierschutzwidrigsten Bedingungen gezüchtet und häufig viel zu jung und damit illegal transportiert werden. 

„Der skrupellose Handel mit Hunden und Katzen geht unaufhörlich weiter. Nach den Rekordzahlen während der Coronapandemie und einem Rückgang nach der Pandemie beobachten wir aktuell wieder eine steigende Tendenz. Zudem werden auch viele Wildtiere verschiedenster Arten illegal transportiert“, erklärt Dr. Romy Zeller, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Der Verband fordert ein Verbot des Onlinehandels mit Tieren, zumindest aber strengere gesetzliche Vorgaben. So sollten etwa Händler ihre Identität nachweisen müssen und Portalbetreiber Anzeigen vor ihrer Freischaltung prüfen.

Eine EU-weit verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen, durch die sich die Herkunft der Tiere besser rückverfolgen lässt, wurde jüngst vom EU-Parlament im Rahmen der Verordnung zum Wohlergehen von Hunden und Katzen und deren Rückverfolgbarkeit beschlossen und vom Deutschen Tierschutzbund als wichtige Maßnahme im Kampf gegen den Welpenhandel bewertet.