Neue Katzen-Revieranalyse von Weenect
Katzen sind geheimnisvolle Wesen. Wohin führen sie ihre Streifzüge im Freien wirklich? Wie groß ist ihr Revier tatsächlich? Und gibt es Unterschiede zwischen den Ländern? Genau das wollte Weenect, Hersteller von GPS-Trackern für Haustiere, mit einer Studie herausfinden.
Dafür wurden anonymisierte Trackingdaten von rund 1.000 Katzen aus Kundenhaushalten ausgewertet, die bereits mit einem Weenect GPS-Tracker unterwegs sind – verteilt auf zehn Länder mit jeweils rund 100 zufällig ausgewählten Katzen pro Land. Voraussetzung war, dass durchgehend vier Wochen lang lückenlose Trackingdaten geliefert wurden.
Über 24.000 Tagesaufzeichnungen ergeben eines der bislang detailliertesten Bilder davon, wie sich Freigängerkatzen tatsächlich verhalten – aufgeschlüsselt nach Geschlecht, Kastrationsstatus und vor allem nach Land.
Deutschland stellt mit median 27.955 m² das mit Abstand größte Katzenrevier der gesamten Studie, fast doppelt so groß wie der europäische Durchschnitt von rund 14.900 m², und führt mit 3,1 Ausflügen pro Tag auch bei der Ausflugshäufigkeit. Die Schweiz liegt bei der täglichen Strecke ganz vorne: Mit median 1.275 m legen Schweizer Katzen mehr Weg zurück als die Katzen jedes anderen der zehn Länder – knapp vor Deutschland (1.263 m). Österreich bildet das ruhige Gegenstück: Mit 62,9 % nachtaktiven Katzen ist es das Land mit der geringsten nächtlichen Aktivität der gesamten Studie.
Über den gesamten Datensatz von 952 Katzen hinweg legen unkastrierte Kater (im Median) nur rund 10 % mehr Strecke zurück als kastrierte Kater – ein deutlich geringerer Unterschied, als es der Ruf des „unkastrierten Katers“ vermuten lässt. Bei den Katern hat das Geschlecht studienweit einen weitaus stärkeren Effekt: Kastrierte Kater legen immer noch rund 59 % mehr Strecke zurück als kastrierte Kätzinnen und gehen fast doppelt so oft nach draußen.