Strayz zieht positive Bilanz
Fünf Jahre nach der Gründung zieht das Berliner Social Pet Food Start-up Strayz eine Bilanz: Bis Ende Februar hat das Unternehmen knapp 900.000 Euro an 17 nationale und internationale Tierschutzvereine gespendet. Ermöglicht wurde dieser Impact durch den Verkauf von Bio-Hunde und Katzenfutter.
Was heute als wirtschaftlich tragfähiges, skalierbares Geschäftsmodell gilt, wurde lange nicht als solches wahrgenommen. Strayz wurde häufig als „nettes Projekt“ beschrieben, verbunden mit der Frage, was die Gründerinnen eigentlich nebenbei arbeiten. „Diese Frage begleitet uns seit der Gründung“, sagt Co-Gründerin und Co-CEO Madeline Metzsch. Wenn Frauen Unternehmen mit sozialem Anspruch aufbauen, werden sie oft nicht als Unternehmerinnen gesehen, sondern als Idealistinnen. „Dass wir heute profitabel sind und in tausenden Verkaufsstellen vertreten, zeigt, wie falsch diese Annahme war.“
Gegründet wurde Strayz von drei ehemaligen Kolleginnen nach einer erfolgreichen Crowdfunding- Kampagne auf Startnext. Seit Mai 2025 führen Madeline Metzsch und Saskia te Kaat das Unternehmen als Doppelspitze. Mit dem Einstieg eines erfahrenen COO im Oktober 2025, zuvor Director Operations beim Social Start-up share, wurde die operative Struktur weiter gestärkt. Das Team besteht heute aus acht Mitarbeitern.
Neben dem eigenen Onlineshop ist das Unternehmen inzwischen in über 3.000 Verkaufsstellen im stationären Handel vertreten, darunter Rossmann, Budni, denn’s Biomarkt, Fressnapf, ZooRoyal und online bei Zooplus.
„Dass wir unseren Impact gerade jetzt ausbauen konnten, verstehen wir als Zeichen von Hoffnung“, sagt Co-Gründerin und Co-CEO Saskia te Kaat. „Nicht, weil alles leicht ist, sondern weil funktionierende Geschäftsmodelle Verantwortung tragen können.“