Die Studie zeigt insgesamt eine zunehmende Differenzierung der Bedürfnisse im Heimtiermarkt.
Die Studie zeigt insgesamt eine zunehmende Differenzierung der Bedürfnisse im Heimtiermarkt.

Studie zeigt differenziertes Kaufverhalten bei Hundehaltern

Die Ansprüche deutscher Hundehalter an Ernährung, Gesundheit und Versorgung ihrer Tiere steigen – und das zeigt sich deutlich im Kaufverhalten, wie eine aktuelle Studie von YouGov im Auftrag von ZooRoyal unter 1.020 Hundehaltern belegt. Auffällig: Zwischen Gen Z und Boomern gibt es deutliche Unterschiede in Bezug auf Informationsverhalten, Ernährungspräferenzen und Kaufmotiven. Während ältere Hundehalter stärker auf Bewährtes setzen und auf ihre Erfahrung vertrauen, zeigen sich jüngere Generationen offener für neue Konzepte und holen eher die Meinung von Experten ein.

Was nahezu alle Hundehalter vereint: Sie betrachten ihren Hund als vollwertiges Familienmitglied (92 Prozent) und fühlen sich dafür verantwortlich, ihm ein möglichst gutes Leben zu ermöglichen (96 Prozent). Dabei zählen regelmäßige Bewegung, tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen und eine bedarfsgerechte Ernährung zu den wichtigsten Maßnahmen für die Gesunderhaltung des Hundes. 

Beim Kauf von Hundefutter achten Hundehalter vor allem auf gute Verträglichkeit (49 Prozent), hochwertige Inhaltsstoffe (41 Prozent) und eine hohe Akzeptanz beim Hund (38 Prozent). Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis spielt zwar auch eine Rolle, liegt aber mit 26 Prozent auf Platz 5 hinter den individuellen Bedürfnissen des Tieres (29 Prozent).  

Auch bei begrenztem Haushaltsbudget würden viele Hundehalter zuerst bei sich selbst den Rotstift ansetzen. 79 Prozent der Befragten würden eher den eigenen Konsum einschränken, bevor sie bei ihrem Hund sparen. Ein Fünftel gibt an, möglichst nicht bei der Ernährung des Tieres sparen zu wollen. Hochwertigere Inhaltsstoffe (45 Prozent), bessere Verträglichkeit (42 Prozent) und nachweislich gesundheitsfördernde Eigenschaften (32 Prozent) sind Merkmale von Hundefutter, die Hundehalter einen Aufpreis wert sind. 
Trotz des wachsenden Angebots an alternativen Ernährungskonzepten bleiben Trocken- (61 Prozent) und Nassfutter (48 Prozent) die klar bevorzugten Fütterungsformen, gefolgt von selbst gekochter Nahrung (30 Prozent) und individueller – auf das Alter oder andere Bedürfnisse zugeschnittene – Fütterungsformen (28 Prozent).

Während ältere Hundehalter stärker auf klassische Fütterung setzen, zeigt sich die Gen Z eher offen für innovative Konzepte. Dies zeigt sich vor allem bei einem Vergleich der Gen Z mit den Baby Boomern bei Frischfutter (25 Prozent vs. 17 Prozent), Barf-Fütterung (14 Prozent vs. 7 Prozent), Futter mit Insektenprotein (14 Prozent vs. 5 Prozent), vegetarischem (15 Prozent vs. 4 Prozent) und veganem Futter (9 Prozent vs. 1 Prozent).

Gleichzeitig achten jüngere Verbraucher häufiger auf High-Protein-Konzepte. Elf Prozent der Millennials und neun Prozent der Gen Z nennen dies als relevantes Kaufkriterium, bei Boomern sind es lediglich zwei Prozent. 

Bei Fragen rund um Ernährung und Produkte vertrauen Hundehalter vor allem auf Tierärzte (42 Prozent) und den Fachhandel (33 Prozent). Auch Online-Ratgeber (28 Prozent) sowie der Familien- und Freundeskreis (29 Prozent) spielen eine wichtige Rolle.